Nitratwerte auf der Homepage der Gemeinde Ostrach veröffentlicht

Die folgende E-Mail habe ich  am 7. Januar 2019 empfangen:

Sehr geehrter Herr Schreijäg,

das Landratsamt hat mich erneut wg der Nitratwerte angeschrieben. Anbei erhalten Sie die Analysedaten unserer Tiefbrunnen auf Nitrat.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Schulz, Gemeinde Ostrach

 

Der sehr geehrte Herr Schreijäg hat den Bürgermeister der Gemeinde Ostrach am 17. 10. 2018 aufgefordert, die Nitratwerte laut Gemeinderatsbeschluss zu veröffentlichen. Ebenfalls hat er ihn gebeten, laut Umweltinformationsgesetz ihm die Nitratwerte per E-Mail zu schicken. Die Fraktionssprecher des Ostracher Gemeinderats sowie die Landtagsabgeordnete Frau Bogner-Unden und das Landratsamt wurden darüber informiert.
Am 19. 11 2018 wurden Landrätin und Aufsichtsbehörde darüber informiert, dass von Seiten der Gemeinde Ostrach die Auskunft verweigert wird.
Am 21. 12. 2018 wurde dem sehr geehrten Herrn Schreijäg eine unvollständige und unbefriedigende Auskunft von Seiten der Rechtsaufsichtsbehörde erteilt, die umgehend beantwortet wurde.
Die schriftliche Antwort der Rechtsaufsichtsbehörde steht noch aus.
Am 07. 01. 2019 erhielt der sehr geehrte Herr Schreijäg obige E-Mail, die vom Absender ebenfalls an das Landratsamt geschickt wurde.

Ich stelle fest:
Das Landratsamt hat den Bürgermeister der Gemeinde Ostrach zweimal angeschrieben, damit er die Nitratwerte des Grundwassers mir mitteilt und veröffentlicht.
Grundsätzlich antwortet der Bürgermeister der Gemeinde Ostrach auf meine Anfragen nicht, es sei denn, die Rechtsaufsicht fordert ihn dazu auf.

Die Nitratwerte sind jetzt auch auf der Homepage der Gemeinde Ostrach veröffentlicht. Jeder Bürger kann sie dort zur Kenntnis nehmen.
Jeder Bürger hat laut Umweltinformationsgesetz bzw. Umweltverwaltungsgesetz einen „Anspruch auf freien Zugang zu Umweltinformationen, über die eine informationspflichtige Stelle … verfügt, ohne ein rechtliches Interesse darlegen zu müssen“ (UIG § 3,1 resp. §§ 22 ff UVwG). Jeder Ostracher!

Zwei Fehler habe er begangen, räumt Hans Magnus Enzensberger in einem Gedicht ein:

Ich gebe zu, seinerzeit
habe ich mit Spatzen auf Kanonen geschossen.
Dass es kein Volltreffer gab,
sehe ich ein.
Dagegen habe ich nie behauptet,
nun gelte es ganz zu schweigen.
[…]
Kanonen auf Spatzen, das hieße doch
in den umgekehrten Fehler zu verfallen.

Wäre es nicht am einfachsten, man würde einfach die Bürger dieser Gemeinde umfassend informieren, dann müsste man weder mit Spatzen auf Kanonen noch mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Das Umweltbundesamt gibt auf diesem Link FAQs zu Nitrat im Grund- und Trinkwasser verständliche Auskunft.

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