Hitze, Dürre und steigender Wasserverbrauch

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) habe angesichts der Dürre Bauern mit Tierhaltung zügige Hilfe in Aussicht gestellt, schreibt die Süddeutsche Zeitung vom 2. August.
„Wir werden die Betriebe nicht im Regen stehen lassen“, hat die Bundeslandwirtschaftsministerin gesagt. Und so gibt es also einen warmen Regen für die Bauern in diesen dürren Zeiten. Dass die Ministerin bei dieser Redewendung geschmunzelt haben dürfte, ist anzunehmen. Hat sie doch katholische Theologie studiert und kennt sich somit mit allen Wettern aus, denn Flut und Dürre, Hunger und Durst, Blitz und Donner gibt es in der Genesis ohne Ende.
Auch in Ostrach würden die hohen Temperaturen Auswirkungen auf die Gemeinde haben, können wir im Amtsblatt vom 2. August lesen. Der Wasserverbrauch sei um 30% gegenüber dem Durchschnittsverbrauch angestiegen. Aber noch steht uns das Wasser nicht bis zum Hals, denn solange der Rasen des Fußballplatzes seit Wochen bewässert wird, dürfte der Rest der Bevölkerung sich über Wasser halten.
Nur über die Qualität des Wassers steht im Mitteilungsblatt nichts, die amtlichen Bekanntmachungen der Gemeinde schweigen dazu. Halt! Das stimmt nun gar nicht. „Die Qualität ist im Internet auf www.Ostrach.de einsehbar…“, lesen wir im Amtsblatt. Z.B. unter Wasserversorgung, ist doch anzunehmen. Wir klicken auf der Homepage der Gemeinde auf Wasserversorgung und kommen dann tatsächlich auch auf Trinkwasseranalysedaten. Die Aktualität dieser Daten ist nun wahrlich ein Schlag ins Wasser: Probeentnahmezeitpunkt: 08. 02. 2017.
Was sich auch gewaschen hat, ist die Mitteilung über den Nitratgehalt in Ostrachs Tiefbrunnen. Die letzten Analysedaten stammen aus dem März 2018, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 18 vom 03. 05. 2018. Ein enges Monitoring, den Nitratgehalt betreffend, habe doch in Ostrach stattzufinden, hat das Landratsamt in Form von Herrn Landratsamtsdezernent Obert bei der öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses in Burgweiler versichert. Ginge es um irgendwelche Betriebe, die in Ostrach investierten, käme das postwendend groß aufgemacht im Amtsblatt. Da es aber lediglich um Trinkwasser geht, das alle betrifft, ist es kein Thema. Man sollte den Verantwortlichen öfter den Kopf waschen, damit sie begreifen, was die wichtigen Aufgaben sind.

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